Ausschur des Anogenitalbereichs bei Schafen. #Unkupierteschafe

Mehrmals im Jahr führen wir eine so genannte Ausschur Uhr bei unseren Schafen durch . Das bedeutet wir scheren die Schafe, dann nicht komplett, sondern nur den Anogenitalbereich, also rund um den Anus und die Genitalien. Grund dafür ist, dass eine kaum zu vermeiden Verunreinigung der Wolle in diesem Bereich fliegen anzieht, die dort ihre Eier ablegen, und die Larven können den Schafen erheblichen Schaden zu fügen. Davon sind ganz besonders Schafe betroffen, deren Schwänze nicht kupiert wurden.

Zu diesen Verunreinigung kommt es, wenn zum Beispiel die weiblichen Schafe, ihren Schwanz nicht hoch genug heben, beim pinkeln oder zum Beispiel auch bei Durchfall, dann verfängt sich der Urin in der Wolle, durch Feuchteth und verklumpt, also eine feuchte Wärme, und das zieht die Fliegen magisch an. Aber auch bei den Böcken kann es zu diesen Verklebungen kommen. Und im Bereich dieser nass-feuchten Stellen, das kennt man ja bei uns Menschen auch, können Wunden entstehen.

Man sollte das also regelmäßig kontrollieren und mit der Zeit kennt man die Schafe auch, die besonders gefährdet sind.

Da wir ohnehin einmal im Monat die Klauen kontrollieren, kontrollieren wir gleichzeitig diesen Bereich.

Link zur Studie über die Methoden zum Kupieren von Lämmern und die Schmerzhaftigkeit, der jeweiligen Methoden: hier das Fazit

Ergebnisse
Die Ergebnisse des Forschungsprojekts „Schwanzkupieren bei Lämmern“ zeigen eindeutig, dass das Kupieren mittels Gummirings eine Belastung für das Lamm darstellt, jedoch spielt hierbei die Kupierlänge eine entscheidende Rolle. Das Kupieren auf eine Länge von 7 cm, die auch bei großen Lämmern noch für eine Bedeckung der Scheide sorgt, war in den Kupierversuchen die belastendste Methode. Der Einsatz von Eisspray oder des Schmerzmittels Metacam konnte dies nur geringfügig verbessern. Das Kupieren mittels Gummirings auf diese Schwanzlänge kann daher in Bezug auf die Belastung der Lämmer nicht empfohlen werden. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass in der Praxis durchaus sogar noch kürzere Kupierlängen vorkommen. Das Kupieren auf eine Schwanzlänge von 15 cm, dies entspricht in etwa einer Schwanzlänge auf Höhe des Sprunggelenks, zeigte sich dagegen in den Kupierversuchen als „nicht belastend“, da sich die so kupierten Tiere weder im Cortisolwert noch im Verhalten von der unkupierten Kontrollgruppe unterschieden.

https://www.lfl.bayern.de/itz/schaf/1…

Gesetzliche Regelung des Kupierens: https://www.gesetze-im-internet.de/ti…

https://www.mud-tierschutz.de/wiederk…

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