Auch wenn es ein paar wenige Menschen gibt, die glauben, das Leben auf einem Lebenshof besteht nur daraus den Tieren etwas zu essen zu geben und sie zu kuscheln, diese Menschen muss ich enttäuschen, da gibt’s noch eine ganze Menge mehr zu tun, zum Beispiel die Dächer ihrer Häuser witterungsbeständig zu machen, wenn man ganz viel Glück hat, darf man das bei Sonnenschein machen.

Jetzt waren die Häuser der Schweinchen und der Kühe dran. Und sowas läuft ja nie reibungslos ab, zumindest selten, dieses Mal hat zB Lotta, sich mal geschwind noch eine Decke geschnappt und sich eingehüllt. Auf der Schweinewiese hat uns die drei Mädel Gang, Clara, Morwen & Ivy einen Besuch abgestattet, Das war nicht wirklich geplant, aber schön zu sehen, wie entspannt unsere Schweinchen dabei blieben.

Die kleine Poppy kontrolliert immer, ob das Kochen Des Essens, für die Schweinchen, auch reibungslos abläuft, macht ein paar Geschmackstest, bisher war sie immer zufrieden.

Ich erwähne das mit der Arbeit auch nur deshalb, weil ich es auch von vielen anderen Lebenshöfen kenne, dass Menschen unerwartet vor der Türe stehen und das können wir einfach nicht leisten. Manche Höfe können überhaupt nicht besucht werden, andere machen ein Patentag im Jahr, jeder so wie er es bewältigt bekommt. Viele Menschen leben mit einem Hund oder eine Katze zusammen und wissen alleine von diesem einen Tier, wie viel Aufwand es ist, Tierarzt Besuche, Spaziergänge, essen zubereiten, nach einem Tiersitter schauen … wenn man sich das vergegenwärtigen, versteht man vielleicht warum Menschen die mit 40 oder gar 100 Tieren zusammen leben, nicht so viel Zeit haben.

Aber dafür wollen wir überhaupt nicht bedauert werden, weil wir uns dieses Leben alle ganz bewusst ausgesucht haben, es soll einfach Verständnis dafür wecken, dass das Haupt Augenmerk von Lebenshofhütern bei den Tieren liegt.

Es ist großartig, wenn Menschen sich für die Tiere interessieren und sie unterstützen möchten, aber Lebenshöfe sind kein günstiger Tierparkersatz und auch kein Kuschelzoo. Lebenshöfe sind ein Ort, an dem diese Tiere zur Ruhe kommen können, an dem sie einfach leben und am Ende ihres Lebens in Frieden sterben können.

Übrigens ein Thema, dass viele Menschen ausklammern, es ist aber ein unumstößlicher Bestandteil unseres Lebens und es ist ein Schicksal, dass wir mit den Tieren teilen. Wir alle werden sterben, das ist das Einzige, das sicher ist. Damit in Frieden zu sein, ermöglicht es uns, das Leben erst wirklich zu leben mit all seinen Tiefen und Höhen.

Herzliche Grüße aus dem Auenland

———————————————————

Wenn ihr uns unterstützen möchtet, geht das auf verschiedenen wegen, unsere Kontodaten findet ihr auf unserer Webseite.

Oder ihr spendet an uns über betterplace, darüber erhaltet ihr auch unmittelbar eine Spendenbescheinigung https://www.betterplace.org/de/donate…

Betterplace ist auch gemeinnützig.