Wusstet ihr…

dass die Rauchschwalben leider sehr sehr selten geworden sind, da viele Leute den Kot nicht mögen und ihre Nester einfach zerstören? Sie zudem Lehm für ihre Nester benötigen und diesen durch das durchgängige Asphaltieren nicht mehr finden und die Nahrung, bestehend aus Insekten, durch Pestizideinsatz kaum mehr vorhanden ist?

dass 1974 die Deutsche Lufthansa über 2000 Schwalben (70% Mehl – 30% Rauchschwalben) in den Süden geflogen haben, da sie hier in Deutschland von einem bitteren, kalten Winter überrascht wurden und beinahe gestorben wären? Das war eines der größten Schutzmaßnahmen der Geschichte. Mehr dazu kann man beim Nabu lesen!

dass sie zwei Mal im Jahr brüten? (April bis August)

bis zu 8 Jahre alt werden können?

ihre Nahrung aus Fluginsekten aller Art besteht, sie diese als höchste Luftakrobaten fangen oder tief über Teiche hinweg fliegen. Gerade Stallungen – in denen sich viele Fliegen aufhalten – sind bevorzugte Jagdreviere der seltenen Flieger.

dass Schwalben, wie auch Mauersegler und Haussperling zu den Kulturfolgern gehören, daher nicht mehr aus Dörfern und Bauernhöfen weg zu denken sind – es aber immer weniger werden, da viele Bauernhöfe zu Massentieranlagen werden und man dort  Hygiene-Vorschriften folgend, alles versperrt.

Eine Vielzahl an Nestern hängt im Hof unter den Dächern. Lehmige, halbrunde Kugeln. Es zwitschert und piept. Schwarze Schatten ziehen am Himmel in einer Eile vorbei, drehen und wenden sich, stürzen sich aus den Stallungen.

Schwalben.

Da geht einem das Herz auf, sie zu hören, zu sehen, sie wahr zu nehmen.
Gibt es doch noch kaum welche, früher, ja da waren sie zu 10 oder mehr in den Stallungen unterwegs, heute ist da nichts mehr zu sehen.

Umso erfreuter sind wir Auenländer über unsere Schwalben!

Eine Brut haben wir sogar mit bekommen. Wundervolles neues Leben, was erwachsen geworden ist. Nun sind sie im Süden, denn von Oktober bis März ziehen sie (es sind nun einmal Zugvögel) bis nach Mittel- oder Südafrika um es heimelig schön warm zu haben.

Wir hoffen sehr, dass unsere Rauchschwalben im März wieder zurück zu uns finden. Bis dahin wollen wir noch einiges für sie gestalten um ihren Lebensraum und Nahrungsquellen zu erhalten.

Um den Kot auf dem Boden oder den Wänden zu umgehen, kann man knapp 60 cm unterhalb ihrer Nester ein Brettvorsprung anbringen. Achso, ein Tipp… der Schwalbenkot ist ein hervorragender Blumendünger!

Da an modernen Hausfassaden die lehmigen Nester leider nicht halten, sie würden – je größer und schwerer die Jungen werden – einfach Abfallen, kann man aber auch hier Bretter mit Kaninchendraht umspannen und aufhängen oder ein 10 bis 15 Zentimeter breiten, weiß gestrichenen Rauputzstreifen unter dem Dachvorsprung belassen / anbringen.

Für alle die auch wieder Schwalben haben wollen, gibt es entsprechende Kunstnester zu kaufen. Hier sollte jedoch gründlich geschaut werden, welche Schwalbenart man in der Umgebung hat, da Rauchschwalben und Mehlschwalben unterschiedliche Nestwünsche haben.

Wir werden ebenfalls dafür Sorge tragen, dass wir immer einige Öffnungen haben, damit ein rein- und rausfliegen der Schwalben in die Boxen oder sonst wohin ermöglicht werden kann. Da wir Auenländer ja einen wunderbaren Vierkanthof bewohnen, ist dies natürlich sehr attraktiv für die Schwalben.

Hilfestellung für den Lehm kann man besonders leicht leisten. Lehmigen Boden feucht halten oder aber selber einen Lehmboden anlegen. Schaut doch mal beim Nabu vorbei, dort sind viele wichtige Tipps für unsere Schwalben.

Quellen: https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/voegel/artenschutz/schwalben/index.html |
http://www.brodowski-fotografie.de/beobachtungen/schwalben-steckbriefe.html